Das eigene Studio

Wie sollte der Raum für mein Studio aussehen?

Das kommt darauf an, was Du fotografieren willst :-) Es kann im einfachsten Fall ein leerer, kleiner Raum sein, bis hin zu einer gemieteten alten Werkshalle. Es kommt darauf an, was für Bilder man machen möchte.

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Ansich gilt, je mehr Platz desto besser. Ich persönlich finde, dass Bilder die mit Brennweiten > 50mm geschossen werden, besser wirken. Das ist aber wirklich nur ein Bauchgefühl von mir.
Die meisten Hobbyfotografen funktionieren das eigene Wohnzimmer bei Bedarf in ein Studio um. Das kann auf Dauer zu Reibereien mit der Frau oder Freundin führen, ist aber oft die einzige Möglichkeit.

Es sollte möglichst eine Raumbreite von 4 Metern vorhanden sein, damit man die fertig konfektionierten Größen von Hintergrundkartoons und Moltons verwenden kann. Diese sind 3 Meter breit + ein wenig Platz für die Ständer/Hintergrundsysteme.
Das eigene Schlafzimmer ist für erste Schritt in der Aktfotografie mir der eigenen Frau/Freundin gut geeignet. Ein “fremdes” Amateurmodell zum Shooting ins Schlafzimmer zu bitten, könnte allerdings missverstanden werden! Ich würde diese Location daher nur für wirklich private Bilder empfehlen.

Beispiele für Aktbilder im Bett/Schlafzimmer findet man in den bekannten Communitys genug. Für ein Profimodell hingegen sind Bilder im Schlafzimmer nichts ungewöhnliches. Man sollte dies vor dem Shooting mit dem Modell besprechen.

Ein Hotelzimmer kann eine sehr interessante Kulisse für Aufnahmen bieten. Durch die Kombination von ausgefallener Architektur und edlen Möbeln werden die eigenen Bilder deutlich aufgewertet.
In Foren wie www.akt.de oder dem www.eaf-forum.de findet man genügend Fotografen, die einem Tipps für gute Hotels in der eigenen Wohngegend geben können. Fragt dort einfach nach.

Oder hast Du einen freien Kellerraum? Der Traum von vielen Hobbyfotografen, das ganze Equipment fest aufbauen zu können. Eine Hintergrundhalterung fest an der Wand montiert, Die Studioblitze fertig aufgebaut, auf Rollen zum schieben oder an der Decke an Schienen montiert, ein Fundus aus Requisiten griffbereit in einem Regal und diverse Stühle, Hocker, Holzkisten o.ä. um das Modell richtig ins Licht zu rücken.

Eine kleine Schminkecke für das Modell sollte nicht vergessen werden. Einzig Bilder mit “verfügbarem Licht” (Tageslicht) bleiben einem verwehrt. Ansonsten aus meiner Sicht für den Hobbyfotografen die beste Lösung.

Als Tipp: Die Volkshochschulen und viele Fotografen bieten Workshops zum Aufbau eines eigene Studio an. Diese sind in der Regel nicht teuer, und man kann live vor Ort alle Bestandteile eines Profistudios ansehen. Danach kann man für sich selbst ganz gut entscheiden, was man braucht, und was nicht.

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